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Ökologisch angebaute Weine aus Rheinhessen

Barrique-Wein:

 

Als „im Barrique gereift“ oder kurz „Barriquewein“ dürfen in Deutschland Weine, die mindestens 6 Monate ganz oder teilweise in jungen Eichenholzfässern von maximal 300 l Größe (übliche Faßgröße beträgt 225 l) lagern. Weine, denen Holzchips zugesetzt wurde und die nicht in den Barriquefässern lagerten, dürfen diese Bezeichnung nicht tragen, auch wenn sie den für diese Weine üblichen Barriqueton im Geschmack aufweisen.

 

Biologisch-dynamischer Weinbau:

 

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft (Warenzeichen Demeter) geht auf eine Vortragsreihe des Begründers der Anthroposophie, Rudolf Steiner zurück. Kennzeichnend für diese Weltanschauung ist eine Betrachtungsweise der Welt, die versucht, als Urheber stofflicher Erscheinungen (mineralischer oder lebender Substanz) geistige Kräfte zu erkennen.  

 

So werden in der Gestalt /Form der Materie und den Gesten von Pflanzen, Tieren und Mensch das Wirken von Wesenarten, (geistigen) Ideen und Vorstellungen gesehen. Die Gestalt und die Gestik, das (arttypische) Verhalten z. B. einer Kuh als Tier oder der Rebe als Pflanze sind kein Produkt sich zufällig ordnender Materie, sondern Ausdruck einer bestimmten Wesenart, die in Form der Tier-oder Pflanzenart Gestalt annimmt.

 

Ziel des biologisch-dynamischen Weinbaus ist die Unterstützung der Rebe in ihren Fähigkeiten, standortangepasst ihre Eigenart optimal entfalten zu können, um aus ihren Früchten gehaltvolle, bekömmliche und den Menschen belebende Säfte und Weine herstellen zu können.

Spezielle, typische bio-dynamische Werkzeuge für diesen Weg der Erzeugung sind die Anwendung bestimmter Präparate („Hornmist“, „Hornkiesel“ und Heilkräuterextrakte) zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit, zur besseren Aufnahmefähigkeit kosmischer Kräfte (allen voran das Sonnenlicht!) durch die Rebe sowie die Vergärung des Mostes durch die natürliche Hefeflora.

 

Alle diese Prozesse störenden Einflüsse (synthetische Dünger, synthetische Pflanzenbehandlungsmittel und bestimmte Weinbehandlungsmittel) werden weitgehend unterlassen.

 

Classic-Wein:

 

Classic bezeichnet im Weingesetz eine Weinkategorie, die mehrere Kriterien erfüllen muss: definierte, eng begrenzte Auswahl traditioneller Rebsorten eines bestimmten Anbaugebietes, natürlicher Mindestalkoholgehalt 1% vol. über der Mindestanforderung für Qualitätsweine sowie ein maximaler Restsüßegehalt der von trocken bis halbtrocken reicht, aber unterhalb der Obergrenze halbtrocken festgelegt ist.

 

 

Qualitätsweine, Spätlese, Auslese...:

 

Die Klassifizierung deutscher Weine basiert im Unterschied zu den romanischen Ländern nicht auf ein Herkunftsprinzip (Lagenklassifizierung), sondern zum eine auf den Zuckergehalt der Beeren (gemessen in „Oechslegraden“) und der sensorischen Verkostung der gefüllten Weine. Allerdings hat diese Art Qualitätsmessung an Bedeutung verloren. Der Zuckergehalt der Beeren ist nur eines von vielen Reifefaktoren. Die aromatische Reife (Ausprägung der Aromastoffe) sowie die phenolische Reife insbesondere bei Rotweinen (Farbausprägung, Gerbstoffstruktur) sind weitere wichtige Reifemerkmale, die sich aber nur bedingt „,maschinell“ messen lassen, aber sinnlich wahrnehmen lassen (durch ansehen, ertasten/fühlen, schmecken).

 

 

Terroir:

 

Mit dem Begriff „Terroir“ wird im Weinbau das ganz spezifische Zusammenspiel der Kräfte eines bestimmten Standortes auf die geschmackliche Eigenart eines Weines verstanden. Besonders das Kleinklima (Witterung, Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit/Niederschläge, Wind) und der Boden (verschiedene Bodenarten, mineralische Zusammensetzung) sind prägende Faktoren. Aber auch der Mensch (Winzer) als Gestalter des Weinberges und des Weinausbaus hat große Gestaltungsmöglichkeiten. Im biologisch-dynamischen Weinbau ist es erklärtes Ziel, das Terroir optimal zur Entfaltung zu bringen.

 

 

Vegane Weine:

 

Immer mehr Weinkonsumenten fragen nach vegan erzeugten Weinen. In der Regel wird dabei erwartet, dass im Prozess der Traubenverarbeitung und Weinherstellung keine Weinbehandlungsmittel und Filtrationshilfsmittel tierischer Herkunft verwendet werden. Dazu zählen Gelatine, Kasein, Eiweiß aus Eiern, Hausenblase, die entweder zur Beseitigung bitterer Geschmackstöne oder zur Unterstützung der Trubentfernung verwendet werden. In meinem Weingut werden seit dem Jahr 2003 keine dieser Behandlungsmittel tierischer Herkunft mehr eingesetzt.

 

Allerdings berücksichtigen in der Regel Anbieter und Nachfrager veganer Weine nicht die Rolle des Tieres in der Bewirtschaftung der Weinberge, insbesondere bei der Düngung und im Pflanzenschutz. Daraus ergeben sich Fragen: Versagt die Verwendung von Düngemitteln tierischer Herkunft (z. B. Stallmist oder Hornmehl/-späne) wie es Praxis im biologisch-dynamischen Weinbau ist oder aber auf der anderen Seite die Verwendung chemisch-synthetischer Fungizide, Insektizide, Herbizide im konventionellen Weinbau, bei deren Zulassungsverfahren umfangreiche Tierversuche durchgeführt werden eine Kennzeichnung als „vegan“? Diesbezüglich fehlen klare Richtlinien und verifizierte Zertifikate.